Lexikon: R
Rechenzentrumsklasse
Die Rechenzentrumsklasse legt fest, wie robust und hochverfügbar ein Datacenter ausgelegt ist. Dabei unterscheidet man vier Stufen:
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Tier 1 – Basisbetrieb
Ein Tier 1 Rechenzentrum verfügt über eine einfache Infrastruktur ohne Redundanz. Strom- und Klimapfade sind einzeln vorhanden, ein Ausfall führt direkt zu Unterbrechungen. -
Tier 2 Rechenzentrum – Teilredundanz
In einem Tier 2 Rechenzentrum gibt es zusätzliche, redundante Komponenten für Stromversorgung und Kühlung. Damit lassen sich geplante Wartungen durchführen, ohne den Betrieb zu stoppen. -
Tier 3 Rechenzentrum – N+1 Redundanz
Ein Rechenzentrum Tier 3 setzt noch einen Schritt drauf: Mehrfach vorhandene Strom- und Kühlkreise sowie unterbrechungsfreie Umschaltmechanismen garantieren Wartungsfreiheit im Live-Betrieb. Durch diese N+1-Architektur bietet ein Tier 3 Rechenzentrum eine hohe Ausfallsicherheit und Wartungsfreundlichkeit. -
Tier 4 Rechenzentrum – Fault-Tolerant
Als Tier 4 Rechenzentrum konzipiert, verfügt es über komplett unabhängige Strom- und Klimapfade (2N), sodass selbst bei einem Ausfall einer Komponente keine Serviceunterbrechung auftritt. Diese höchste Klasse bietet die maximale Uptime und wird oft für kritischste Anwendungen eingesetzt.
In einer Tier 1-4 Rechenzentrum-Einteilung ist klar ersichtlich, welche Verfügbarkeits- und Redundanzanforderungen Ihr Projekt benötigt. Ein Rechenzentrum Tier 3 ist ideal, wenn Sie kontinuierlichen Betrieb mit geplanter Wartungsunterstützung wünschen, während ein Tier 4 Rechenzentrum für höchste Fehlertoleranz steht.